Gott oder Glauben?

Veröffentlicht auf von Tasha


Da meine Gedanken zu ein Paar von Annelieses Blogs etwas umfangreicher sind, möchte ich diese in Form eines eigenen Eintrag darstellen, statt einen viel zu umfangreichen und unübersichtlichen Kommentar zu hinterlassen...

Es ging einmal um diesen Eintrag mit dazugehörigem Kommentar.
Hier geht es um einen Behinderten, dem aufgrund eben seines Defizites der Segen Gottes verwehrt wurde.
Ich lass diesen Eintrag vor einigen Tagen und musste das erstmal für mich auseinanderpulen.
Ich kann es immernoch nicht verstehen!
Als sei ein Mensch mit Behinderungen, egal welcher Art, nicht schon gestraft genug. Nun ist dieser aber gläubig und wünscht sich für seine Ehe Gottes Segen und diesen "darf" er dann nicht erhalten weil er, wie in diesem Fall, nicht zeugungsfähig ist?
Welcher Gott, vor dem wir laut Schrift ja alle gleich sind, macht in der Vergabe seines Segens Unterschiede?
Sei es nun das gegenseitig gegebene Sakrament oder eines von einem Priester erhaltenen. Das will nicht in meinen Kopf und hierfür eben ein eigener Blog, weil zu sehr ausholen muss!

Bis zu meinem 12. Lebensjahr und dem damit erhaltenen Recht auf Glaubensfreiheit, wurde mir ein Glaube auferzwungen, der nicht meiner war! Und hier sind für mich persönlich alle Glaubensgemeinschaften oder  auch Kirchen im Handeln ähnlich! Man legt sich die Schrift aus wie man Sie braucht!
Mit zwölf Jahren nun habe ich für mich entschieden nicht an den gleichen Gott zu glauben wie man suggiestierte es tun zu müssen und meine Eltern es taten. Es geht hierbei um die Zeugen Jehovas. Nun mag der Katholik oder auch Evangelist mit den Augen rollen aber die Schrift ist bis auf die Namensgebung des "Herrn" die Selbe! In der einen Bibel heisst er Jehova, in der anderen schlicht Gott und in Teilstücken auch "Jave", welches die Kurzform von Jehova ist.
So weit auseinander sind die Religionen nicht! Deswegen mache ich in meinen Gedanken auch keine Unterschiede!

Ich weiss nicht mehr wo und wann aber irgendwann hörte ich folgenden Satz:

Um zu glauben bedarf es keines Hauses aus Holz oder Stein - der Glaube liegt in uns und das ist was Gott gefällt!
Gott lebt wenn einzig in unseren Herzen!

Wen wundert da, das immer neue "selbstgeschaffene" Glaubensrichtungen aus dem Boden gestampft werden? Das der Mensch mit dem Gott, wie uns seit Menschengedenken dargestellt wird, mehr und mehr unglücklich ist! Es ist ja nicht so, dass der Mensch nicht glauben wollen würde. Für viele ist der Glaube eine wichtige Säule. Warum akzeptieren Kirchen dies nicht? Denn die Bibel, wie sie seit Ewigkeiten Existiert, ist nicht Gottes Werk! Sie ist das Werk der Menschen und die Menschen heute sollen bei allem Wandel immernoch das Selbe Glauben wie es Menschen vor x Jahrhunderten getan haben? Klar ist, dass die Kirchen, wie es sie heute gibt, vor dem Aussterben bedroht sind, wenn sie sich nicht der Zeit anpassen.

Mir persönlich ist über die Jahre und die Geschehnisse in meinem Leben der Glaube gänzlich abhanden gekommen und sollte es entgegen meiner Überzeugung doch einen Gott geben, so ist dieser nicht gut, sanftmütig und gnädig! Nein, er ist wenn ein alter, böser und verbitterter Mann! Wobei ich in dem Moment nicht weiss, ob über sich selbst und seine Erschaffung oder über die Darstellung seines Wortes!
Womit ich denn beim zweiten Eintrag in Annelieses Blog bin, auf den ich auch noch kurz eingehen möchte und zwar ist das dieser.
Aufgrund meiner Erfahrungen habe ich meine Kinder, heute 20 und 18 Jahre alt, nicht taufen lassen. Was nicht heisst, dass ich ihnen keinen Zugang zum Glauben geschaffen habe! Es gab Kindergottesdienste, es gab die kirchliche Ferienfreizeit und einiges mehr. Daran verloren sie aber schnell das Interesse und ich liess sie, wie sie wollten. Ich konnte es nachvollziehen! Als es dann ins Konfermationsalter ging, tat sich erneut die Frage auf. Taufe und Konfermation oder nicht?
Beide entschieden es nicht zu tun! Sie haben beide keinen Bezug zu irgendwelchen Göttern und selbst Oma und Opa, die von Anfang an erbost waren dass ich beide nicht taufen liess, konnten sie nichtmal mit den, in Erwartung gestellten, Geldbeträgen hinter dem Ofen herlocken.

That´s what it is....

Um nochmal Annelieses Frage aufzugreifen: Was ist Gottes Recht? Ich weiss es nicht.... weil ich nicht weiss wer Gott überhaupt sein soll!


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Veröffentlicht in Nachgedacht

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T
hm, da ich nun nicht wirklich jemals irgend einem glauben angehörig war, kann ich den zusammenhang fehlenden geldes und dem austritt aus der kirche nicht wirklich nachvollziehen :/ ich dachte man spart bei austritt?! atheist würde ich mich nun nicht nennen, aber die richtung geht es in etwa schon. vielleicht sollte ich mir auch meinen eigenen glauben zusammen basteln - ich wäre bestimmt kein schlechter guru ;)
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S
Das erinnert mich doch daran, dass ich aus der Kirche austreten wollte... wenn ich wieder einen Job habe, sollte es sich auch lohnen. Nicht lachen, ich bin vor ein paar Jahren nicht ausgetreten, weil ich das Geld nicht hatte :(Naja, ich bin auch dagegen, Kindern einen Glauben aufzuzwingen. Wenn sie an etwas glauben, dann sollen sie das tun. Dann dürfen sie das. Aber wenn die Eltern entscheiden, in welcher Kirche die Kids am Besten aufgehoben sind, dann kommt unter Umständen so etwas heraus wie ich: Ein überzeugter Atheist, für den der Eintrag "ev" für evangelisch in den persönlichen Akten nicht mehr als zwei überflüssige Buchstaben enthält.Ich glaube, ich schweife ab...
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T
selbstredent meinte ich protestanten! ich sollte mir angewöhnen korrektur zu lesen bevor ich schwachsinn im www verbreite ;) aber ich lass das jetzt so, sonst wirkt dein kommentar irgendwie merkwürdig...für mich sind katholiken und zeugen jehovas die manipulativsten. man muss den menchen auch mensch sein lassen und das vergessen explizied diese beiden religionen zu sehr. für mich muss es auch keinen gott geben, ich denke nicht das glaube etwas mit einer "person" zu tun haben muss. ich habe meinen kindern die wahl gelassen. ich wollte weder etwas aufzwängen, noch etwas verbieten aber man wird wohl das, was man vorgelebt bekommt.
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A
also ich finde es auch immer wieder erschreckend und fesselnd zugleich, was einem von der kirche alles abverlangt wird. zumindest trifft das dann für gläubige und überhaupt getaufte leute zu. wenn ich mir das oftmals so durchlese oder anhöre, bin ich im nahhinein froh niemals großartig damit in berührung gekommen zu sein. ich wurde weder getauft noch religiös erzogen. meine eltern waren, was das anging, eher naturgebunden und dennoch zählten sie nicht zu diesen uns bekannten alternativen. ich finde, jeder sollte seine entscheidungen selber treffen und mit ebenfalls mit sich selber vereinbaren können. einen segen von irgendeinem gott braucht da meiner meinung nach keiner. (evangelisten sind verkünder des evangeliums. protestanten, die du wahrscheinlich meinst *wieder mal klugscheiß* vertreten den evangelischen glauben. das urgestein der kirche wären dann allerdings nach wie vor die katholiken).
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