Freunde sind doof
Ich gestehe! Ich bin ein Mensch, der leicht genervt ist. Aber ich versuche das auch in Grenzen zu halten.
Ich habe seit ca. sieben Jahren einen guten Freund. Den sogenannten "Besten". Das ganze letzte Jahr war unbefriedigend. Er war zwar da, kam zum Kaffee, man redete, erzählte sich doch irgendwann merkte ich... mir ist das zu oberflächlich.
Ich gab das bekannt und fragte, was denn für ihn das Wort "Freundschaft" überhaupt bedeute. Das ist eine Ecke her.... eine Antwort habe ich darauf nicht bekommen. Die Resonanz ist die, dass der Beste beleidigt spielt. Wann immer ich jetzt auf ihn treffe, so hat er eine Leidensmine, dass das Leiden Jesu dagegen ´nen Scheissdreck war. Er fühlt sich ungerecht behandelt durch meine Aussage.
Was ist nun Freundschaft?
Besteht Freundschaft tatsächlich nur aus Kaffeebesuchen?
Ich bin ja so drauf, das ich versuche zu helfen, so ich sehe es läuft was nicht wie es sollte. Ich habe nun nicht die Zeit, die man vielleicht dafür bräuchte um anderen in welcher Art auch immer richtig zu unterstützen aber ich lasse mir immer etwas einfallen, mache mir Gedanken.
Steh ich mal da und etwas läuft nicht wie gewünscht, steht auch der Beste immer nur mit zuckender Schulter da. Das nervt mich unsagbar. Ich erzähl ihm was... da und damit hättee ich grad ein Problem und was er tut, ist: "Frag doch mal den und den, der kann dir vielleicht helfen!"
Hallo? Mit wem rede ich? Ich hasse diese Art. Auf der einen Seite sagen: "Wenn was ist, sage bescheid" und auf der anderen sowas abwälzen...
Nun ist seit drei Monaten Funkstille, naja halbwegs.... Seine bessere Hälfte erzählt mir immer mal, wie sehr er doch "darunter" leide, er mich vermisst.
Es nervt, es nervt sogar fürchterlich! Meine Ansage war die, dass ich auf die Frage, was Freundschaft ihm bedeute, eine Antwort haben nöchte. Das kann er nicht. Ich bestehe nun drauf und das einzige was er tut, ist "leiden". Erwarte ich zuviel von der Menschheit?